Wie ich zum Cooper kam…

Nachdem Buddy über die Regenbogenbrücke gegangen war, war eigentlich sofort klar, dass ich wieder einen Hund haben wollte, ungeklärt war nur das wann. Allerdings waren wir alle erstmal sehr, sehr traurig, weil ein Familienmitglied fehlte. Es war auch klar, dass es dieses mal etwas anderes wäre als damals mit Buddy, da ich inzwischen ausgezogen war und Buddy bei meinen Eltern geblieben war. Ich hatte ihn zwar auch mal zu mir in die Wohnung geholt, aber das erwies sich als nicht wirklich praktikabel, da er ein „Einzelhaus-Hund“ war und kein „Wohnungs-Hund“. Dies bedeutet, dass er jedes Mal, wenn ein Nachbar das Treppenhaus betrat anschlug, weil er einen Einbrecher witterte. Somit hatte ich nach meinem Auszug nur noch einen Wochenend-Hund.

Knapp drei Monate nach dem traurigen Ereignis bin ich erstmal für ein halbes Jahr ins Ausland gegangen und solange wurde das „Projekt Hund“ erstmal aufgeschoben. Meine Eltern hatten die Devise ausgegeben, dass erst ein Hund wieder ins Haus kommt „wenn Papa zu Hause ist“, für mich war das noch viel zu lange hin. Kurz nachdem ich zurück war schaute ich mich mal im Internet um, um Labradorzüchter zu finden. Ich hatte inzwischen aber bestimmte Erwartungen an den Züchter. Hier ein paar davon:

  1. Die Hunde sollten in der Familie aufwachsen.
  2. Die Hündinnen sollten keine „Wurfmaschinen“ sein, die quasi bei jeder Läufigkeit gedeckt werden.
  3. Mir war es wichtig, dass bei den Würfen möglichst wenige Fälle von HD und ED aufgetreten sind und der Züchter damit transparent umgeht.

Zuerst suchte ich innerhalb Hamburgs, fand aber nicht wirklich viele Homepages, also erweiterte ich meine Suche. Dann eines Tages stieß ich auf die Seite von Junior’s Typical, die dann auch recht zeitnah einen neuen Wurf hatten. Ich war ziemlich scher verliebt in den kleinen Willoughby, aber noch war es nicht an der Zeit für einen neuen Vierbeiner, da ich erst mein Studium beenden und einen neuen Job suchen wollte.

Im Sommer 2009 dann wurden bei einem Hamburger Radiosender Tiere aus einem Tierheim vorgestellt, u. a. war ein schwarzer ca. einjähriger Labradorjunge namens Leo dabei. Ich schaute mir das Foto auf der Homepage an und für mich sah er aus wie die Reinkarnation von Buddy. Ich dachte mir, den hole ich zu mir und das obwohl ich ja eigentlich keinen schwarzen Labbi wollte, damit die optische Ähnlichkeit zu Buddy nicht so groß ist. Was soll ich sagen, da ich arbeiten musste, konnte ich aufgrund der Öffnungszeiten erst am Samstag zum Tierheim fahren, bin extra früh aufgestanden und dann… war Leo schon weg😦. Ich war enttäuscht und sagte mir, dass es einen Sinn haben muss, dass Leo schon eine andere Familie gefunden hatte. Als meine Eltern davon hörten, schienen sie weniger begeistert, weil sie ja warten wollten, bis mein Vater nicht mehr arbeiten braucht und den ganzen Tag zu Hause wäre. Die Idee einen Hund zu sich zu nehmen, der bisher kein schönes zu Hause hatte, fand ich gut und sah mich weiter um. Allerdings fand ich nur Labradore, die z.B. gar nicht oder nur sehr kurz allein bleiben konnten, das war für mich leider nicht praktikabel. Deswegen ging der nächste Wurf bei Junior’s Typical aber an mir vorbei.

Im Dezember 2009 rief meine Mutter mich an, dass es bei Junior’s Typical einen neuen Wurf gäbe. Da sie und mein Vater mir ja die ganze Zeit versucht hatten auszureden einen Hund anzuschaffen vor Tag X, fragte ich sie, ob sie mich quälen wolle. Ich schaute mir die Fotos natürlich trotzdem an. Dieses Mal hatte es mir der kleine ZZ Top angetan. Irgendwann rief ich dann beim Züchter an und machte einen Termin, der aber aufgrund der in diesem Winter herrschenden Witterungsbedingungen gefühlte hundertmal verschoben werden musste. Letztendlich kam ich dann hin, als der „Auszugstermin“ schon erreicht war. An der Tür wurde ich gleich von einer Horde Labbis begrüßt. Tina, die Züchterin, ließ mich wissen: „Am Besten einfach weitergehen“ Ansonsten wäre ich vor lauter Kopfgetätschel wahrscheinlich nicht weit gekommen. Es wurde ein ziemlich langer Tag, erstmal musste ich was über mich erzählen, so dass mir schnell klar war, dass „die“ (inzwischen war Jörn dazugekommen) ganz genau wissen wollten mit wem sie es da so zu tun hatten, sozusagen eine Prüfung auf Herz und Nieren. Zwischendurch habe ich mich wirklich gefragt, ob ich überhaupt einen Hund bekommen würde. Irgendwann kam dann, nachdem die beiden noch beleuchtet hatten in was für einer Umgebung der Kleine wohnen würde und wie lange er allein sein müsste etc., die freudige Nachricht, dass sie bereit wären mir einen der Hunde zu geben. Damit machten sie mich zum glücklichsten Frauchen auf Erden.🙂 Da der „Auszugstermin“ ja bereits verstrichen war, konnte ich ihn sogar gleich mitnehmen, was glaube ich, eine ganz ganz große Ausnahme ist. Ich muss sagen, ich fühle mich noch heute sehr geehrt über das Vertrauen, dass die Beiden in mich setzten. Und so zog am 08.02.2010 Cooper bei mir ein. Auf dem Rückweg fuhren wir erstmal bei meinen Eltern vorbei, damit sie ihren „haarigen Enkel“ begrüßen konnten und damit Cooper seine „Omma“ und seinen „Oppa“ kennenlernen konnte.

Als wir die Auffahrt runterfuhren, sahen wir zwei durch die Gardine an der Tür plieren.🙂 Und mein Vater hat zu meiner Mutter gesagt (das ist überliefert): „Die hat ja tatsächlich einen mitgebracht.“ Der Mini Cooper war total aufgeregt und hat erstmal einen Stinkipups in die Ecke vom Wohnzimmer gemacht, aber wenn man noch so klein ist, dann kann das passieren. Anschließend sind wir nach Hause gefahren, wo er recht schnell total erledigt in der Küche einschlief.

Cooper Küche Blog2

Sorry, Handyfoto🙂

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