Begegnungen der dritten Art

Wer kennt sie nicht? – Die Begegnungen der dritten Art. Sei es mit anderen Hundebesitzern oder irgendwelchen anderen Leuten. Da sind Passanten, die den Hund ungefragt einfach anfassen noch das kleinere Übel. Hier möchte ich mich „den anderen Leuten“ widmen. Die Stories sind zwar schon etwas älter, aber da macht ja nix.😉

 Geschichte Nr. 1

Wir begegneten öfter einer Dame mit ihrem Ehemann. Mir fiel sofort auf, dass die beiden immer ganz begeisterte Blicke auf Cooper warfen. Eines Tages fasste sich die Dame ein Herz und sprach mich an. Sie erzählte mir, dass sie und ihr Mann sich auch gern einen Labrador kaufen wollten. Sie fragte mich mit wie viel Euro Kosten man denn so durchschnittlich im Monat für Futter und Tierarzt etc. rechnen müsse und ob 100 Euro ausreichten. Ich sagte ihr, dass man das so pauschal nicht beantworten kann, dass es immer darauf ankommt welches Futter man füttert und auch wie oft man zum Tierarzt muss. Dass sie aber sicherlich damit hinkäme, wenn der Hund nur zum Impfen hin muss und das war’s, aber so was weiß man ja vorher nicht. Außerdem habe ich ihr gesagt, dass sie bedenken sollte, dass der Hund sicherlich auch zur Hundeschule bzw. in den Hundeverein gehen und auch sonst irgendwie beschäftigt werden muss, was mit Kosten verbunden sein kann. Da machte sie zum ersten Mal ein nicht mehr ganz so begeistertes Gesicht.🙂 Ferner machte ich sie darauf aufmerksam, dass so ein Hund auch eine Menge Zeit einfordert, eben für Spaziergänge, Hundeschule und andere Beschäftigung, und dass man ihn nicht jeden Tag unendlich viele Stunden allein lassen kann. Außerdem können auch ganz plötzlich eine Menge Kosten auf einen zukommen, wenn der Hund krank wird, da kann schnell mal ein hübsches Sümmchen zusammen kommen. Da erntete ich zum zweiten Mal ein weniger begeistertes Gesicht.

Sie streichelte Cooper und erzählte mir, dass ihr Mann, der ein wenig abseits stand, Cooper so gern möge und ob er ihn nicht auch mal streicheln könne. Ich antwortete, dass das kein Problem sei. Also versuchte sie Cooper zu ihrem Mann zu locken, dem (Cooper) war das ganze aber offensichtlich suspekt oder er hatte ganz einfach keine Lust hinzugehen und blieb wo er war. Da wurde die Frau ziemlich ärgerlich und meinte zu mir, dass ich Cooper (ich hatte ihn an der Leine) doch einfach mal zu ihrem Mann bringen sollte. Daraufhin meinte ich, dass Cooper ganz offensichtlich nicht wolle und ich ihn nicht zwingen würde sich von irgendwem streicheln zu lassen. Ob man’s glaubt oder nicht, da machte die Dame einen Schritt auf mich zu und sagt: „Nun stellen sie sich nicht so an…“ und versuchte mir die Leine aus der Hand zu nehmen! Da wurde ich dann doch ein wenig ungehalten und machte ihr klar, dass das so nicht ginge, habe mir den Cooper geschnappt und flugs gesehen, dass wir wegkamen.

Geschichte Nr. 2

Dieses Mal ist unser Protagonist ein Mann, der mich eines Abends auf unserer letzten Runde ansprach, es ging um die Entwicklung hier in unserem Stadtteil. Da ich Cooper dabei hatte, kam zwangsläufig das Thema Hunde auf. Wir sprachen über Hundeerziehung und waren etwas unterschiedlicher Ansicht, als er meinte mir demonstrieren zu müssen, wie gut er dieses Thema drauf habe. Er nahm mir die Leine weg, unglaublich… in diesem Fall war ich auch total überrumpelt und er brüllte einen völlig erstaunten Cooper, der total entspannt bei uns stand an, er solle „Sitz“ machen. Ich nahm ihm die Leine sofort wieder ab und sagte ihm, dass ich das nicht sehr witzig fände. Danach habe ich zugesehen wegzukommen.

Ich muss sagen, dass ich es immer wieder erstaunlich finde, dass es Leute gibt, die meinen besser zu wissen als ich, was mein Hund will bzw. der Meinung sind  einfach mal kurzer Hand über ihn bestimmen zu können und quasi übergriffig werden. Oder wie soll man es nennen, wenn einem wildfremde Leute meinen die Leine wegnehmen zu können? Bis heute versuche ich vergeblich mir zu erklären, was in den Leuten vorgeht, die so was machen. Letztendlich ist das aber auch nicht wichtig, wichtig ist es dafür zu sorgen, dass es meinem Hund gut geht und er sich nichts gefallen lassen muss, auch wenn es sicherlich nicht böse gemeint ist, worauf er keine Lust hat. Und meine Aufgabe ist es gut auf ihn aufzupassen, da können Andere gern eingeschnappt sind, weil sie ihn nicht streicheln dürfen.😉

Eine Antwort

  1. es freut mich, dass du mit tieren so fair umgehst. darum verleihe ich dir und deinem blog den “fair zu pfoten award” und bedanke mich für deine tierliebe. info: http://wp.me/p3gzPd-2TE

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