Ein Leben mit ED – Ein Hundeleben? -2

… weiter geht’s… letztendlich hat es ca. 12 Wochen (bis zu seinem dritten Geburtstag im Dezember) gedauert, bis Cooper wieder auf dem Damm war. Im Februar gab es dann einen kleinen Rückschritt, er rutschte aus und humpelte wieder.😦 Das Gelenk war eben noch sehr empfindlich. Nach weiteren drei Wochen war dann aber wieder alles ok.  Ab da galt aber ganz konsequent, keine Ballspiele mehr, und mit anderen Hunden toben musste auch dosiert werden, nicht ins und aus dem Auto springen etc., eine Rampe für’s Auto hatte der Oppa schon besorgt. Ab da hatten wir erst mal eine ganze Weile Ruhe, biszum August 2014. Wie waren bei Freunden im Urlaub und ich nahm deren kleine Malteserhündin Fussel mit auf den Spaziergang. Sie hatte ich natürlich an der  (kurzen) Leine, da ich mir nicht sicher sein konnte, dass mir nicht wegläuft. Cooper ließ ich über den Acker flitzen und er bekam seinen „Rennanfall“. Kennt ihr das? Poppes runter, Rute windschnittig runtergeklappt und dann überholen die Hinterbeine die Vorderbeine und es wird losgebückelt? Das liebt er und dann schön dicht an den anderen Hunden vorbei preschen, um sie zu animieren mitzurennen. Was ich nicht wusste, Fussel kannte sowas nicht, geriet total in Panik und fing an an der Leine hin und her zu pendeln. Ich wollte sie hochheben, aber bevor ich sie zu fassen bekam war Cooper in die Leine gerannt (ich hatte ein Déjà-vu), beide Hunde kegelten übereinander, die Kleine schrie. Als sie liegen blieben stand die Kleine auf, schüttelte sich, bei ihr war alles in Ordnung, da schrie Cooper los, stand auf, das linke Vorderbein stand komisch ab und er stand nur noch auf drei Beinen. Ich bekam die Krise, habe ihn nach Hause geschleppt und mir die schlimmsten Vorwürfe gemacht und mich gefragt wie ich so dumm sein konnte. Allerdings hatte ich das auch wirklich nicht kommen sehen.😦 Was soll ich sagen, von da aus habe ich beim Tierarzt einen Termin gemacht und bin nach Hause gefahren.

Am nächsten Tag sind wir zum Tierarzt gegangen, er wurde geröntgt. Ergebnis: Leinenzwang, ruhig halten und erst mal Schmerztabletten. Außerdem bekam er für den übernächsten Tag direkt  einen Termin beim „Chefarzt“. Was ich da zu hören bekam war gar nicht gut… Er meinte, wenn man das operieren wolle, müsse man das ganze Gelenk öffnen und das würde er gern vermeiden. Also begann ein sehr, sehr steiniger Weg aus kleinen Runden, absolutem Spielverbot usw. Aber: Wir haben es ohne OP geschafft, nach seiner zweiten OP hatte ich Cooper auch versprochen, dass es die letzte gewesen sei, wobei man mir sagte, dass es bei einem ED-Kandidaten eine gewagte Aussage sei. Nach sechs  Wochen ging ich parallel noch mit ihm zur Osteopathin,  (Softlaser, Akupunktur, chiropraktische Behandlung) das hat ihm sehr gut getan. Nach acht Wochen dann ging es ihm schon wieder ziemlich gut, aber er musste noch viel an der Leine sein.  Es hat insgesamt ungefähr zehn  Wochen gedauert, bis sein Bein wieder auf dem Damm war und weitere vier Wochen, bis ich die Medikamente ausschleichen konnte.

Seitdem bin ich natürlich noch vorsichtiger geworden und lasse Cooper so gut wie gar nicht mehr mit Hunden toben, die ich nicht kenne. Er hat seine Freunde und Curtis dafür und mehr muss nicht sein, alles andere ist mir zu gefährlich. So sind wir auch super durch das Jahr 2015 gekommen. Leider docktern wir seit Jahresanfang  wieder mit seinem Bein rum. Er ist wieder ausgerutscht als es glatt war und schon läuft er zumindest wieder unrund, was noch kein Humpeln ist, aber eben auch kein richtig geschmeidiges laufen. Und seitdem zieht er das linke vordere Bein beim Treppensteigen nach.😦  Naja, seitdem haben wir mal wieder Leinenzwang, zugegebenermaßen zwischendurch auch an der langen Leine, damit er wenigstens ein bisschen Radius hat und trotzdem auch große Runden. Wobei ich da natürlich jeden Tag gucke, wie’s geht und dann werden die Runden an Coopers Tagesform angepasst. Zwischendurch ist er mal in eine Kuhle getreten, danach humpelte er richtig, aber nach einer Woche war zum Glück, wieder alles in Ordnung (bis auf die Sache mit der Treppe). Letzte Woche humpelte er auf einmal rechts vorn, eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, da das Bein ja über die Jahre durch das kranke linke immer wieder überlastet wurde. Als ich mit ihm beim Tierarzt war meinte er auch, dass das rechte Gelenk dicker sei als das linke .😦 Ich habe es nicht röntgen lassen. Habe wieder das absolute Schonprogramm laufen lassen und jetzt läuft er wieder normal. Zum Glück beginnt jetzt wieder die Badesaison und ich kann ihn schwimmen schicken, das schont die Gelenke und macht ihm riesig Freude. Leute, drückt uns Daumen und Pfoten, dass es jetzt so gut bleibt und er auch bald die Treppen wieder ganz normal läuft (wobei ich alles meide, was über unsere fünf Stufen hinaus geht).

Also, ist ein Leben mit ED ein Hundeleben? Manchmal sicherlich ja, gerade auch in den Zeiten, wo er humpelt, oder nur Minirunden gehen darf. Aber alles andere lässt sich bisher ganz gut managen, wenn man guckt wie es dem Hund geht und dann eben die Aktivitäten den Bedürfnissen anpasst. Durch das Mantrailen haben wir ein Gelenk schonendes Hobby gefunden, bei dem Cooper voll auf seine Kosten kommt. Er ist sowieso ein „Schnüffler“ und dafür nutzt er auch die Spaziergänge. Wobei man die ja auch mit anderen Aktionen interessant gestalten kann, ohne dass wie verrückt getobt werden muss (z.B. Suchspiele oder eben schwimmen, ein bisschen Unterordnung schadet sicherlich auch nie…) Es gibt darüber hinaus ein paar Dinge, die man auch noch beachten sollte: Die Ernährung (zu dem Thema werde ich auch noch einen Artikel schreiben) und das Gewicht, weil jedes Gramm mehr auf die Gelenke geht. Also ich würde sagen auch mit ED kann hund ein gutes Hunde Leben führen. Es gibt eben ein paar Dinge, die man beachten muss

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